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Auf die «Vaterland»-Frage, wie Europa seine Grundwerte langfristig vor dem Islam retten könne, sagt Prof. Manfred Schlapp, der Autor der Neuerscheinung «Islam heisst nicht Salam»: «Ich würde die Frage umdrehen: Wie kann man die humanen Grundwerte des Islam retten, wie sie der sogenannte ‹furqân›, der Katalog ethisch-sozialer Gebote, fordert? Und wie kann man den Islam von seiner dunklen Seite erlösen? Wenn diese Rettungsaktion gelingt, dann muss sich Europa keine Sorgen machen und kann seine Grundwerte gemeinsam mit den Muslimen in die Zukunft retten.

Radio Tirol Interview mit Manfred Schlapp in drei Teilen

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Ende Jahr gab es im «Liechtensteiner Vaterland» das letzte Mal die kulturphilosophische Kolumne «Notabene» von Manfred Schlapp zu lesen. Der Philosoph und Islam-Experte spricht über die zeitlose Notwendigkeit der Aufklärung, Bildungsfragen, den Islam und seine Projekte.

Während in den Medien immer wieder von Gewalt und islamistischem Terror die Rede ist, proklamieren diverse Organisationen, darunter die „Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich“, auf ihrer Internetseite den Islam als friedliebende Religion, die Gewalt und Terror verurteilt. Bei ihren Stellungnahmen berufen sie sich auf den Koran. Was steht dort wirklich geschrieben? Der Philosoph, Psychologe und Philologe Dr. Manfred Schlapp hat sich mit diesen widersprüchlichen Aussagen auseinandergesetzt. Während seiner Koran-Arabisch-Studien stieß er auf teilweise erschreckende Ergebnisse – und die Erkenntnis, dass Europa den Arabern mehr zu verdanken hat, als vielen bewusst ist.

Herr Schlapp, anlässlich Ihres 60. Geburtstags haben Sie in einem «Vaterland»-Interview gesagt, dass Älterwerden ein spannender Prozess sei, wobei es wohl primär die Physis und weniger der Animus sei, der allfällige Grenzen setzt. Wenn Sie nun heute, an Ihrem 70. Geburtstag, auf die letzten zehn Jahre zurückblicken, wie spannend war nun dieser Prozess?

Das vorliegende Buch reflektiert zwar verschiedene Stationen meines Lebens, es versteht sich aber vor allem als Dankeschön und Hommage an all jene, die mir ihre Freundschaft geschenkt und Gutes getan haben. Schmal, wie es ist, erhebt dieses Büchlein keinen Anspruch auf Vollständigkeit. „Ein Silvesterscherz lässt grüssen“ ist ein Kaleidoskop, in dem einige Lebensstationen aufleuchten. Das Büchlein versammelt Erinnerungsbilder, die exemplarisch Einblick geben sollen in ein durchaus bewegtes Leben.

Seit Herbst 2003 veröffentlicht das «Liechtensteiner Vaterland» das Notabene, eine kulturphilosophische Kolumne, in der sich Manfred Schlapp jeden zweiten Samstag zu Wort meldet. Unter dem Motto «Vernunft in die Welt tragen!» vermittelt der Autor in diesen Kolumnen grundlegende Denkanstösse und wirft Fragen auf, die so mancher gar nicht zu stellen wagt. Gerne befasst sich Manfred Schlapp mit Themen, die vielen zu heiss sind, um sie frei und öffentlich zu diskutieren. Die thematische Brücke, über die der Leser der Notabene schreitet, ist weit gespannt.

Zu Jahresbeginn ist im Zürcher Offizin-Verlag das hochaktuelle Buch «Islam heisst nicht Salam» erschienen, das der Philosoph und Publizist Manfred Schlapp verfasst hat. Ein Zwischenbericht über die «Streifzüge durch die muslimische Welt» mit Stimmen aus den Medien.

Das Buch, das sich der dritten Auflage nähert, hat im gesamten deutschen Sprachraum grosses Interesse gefunden. Dieses Interesse spiegelt sich auch in den zahlreichen Stimmen wider, die seit dem Erscheinen des Buches eingetroffen sind. Aus den vielen Stimmen seien sechs ausgewählt, drei aus den elektronischen Medien und drei aus den Leserzuschriften.

Erfreuliches gibt es von der Karlsruher Hochschule zu berichten, die der deutsche Star-Philosoph Peter Sloterdijk leitet. Inspiriert vom Mitstreiter Bazon Brock können sich unter der Ägide dieser zwei kongenialen Querdenker Studenten aller Fakultäten seit einem Jahr zu Profi-Bürgern ausbilden lassen. DieseAusbildung erfolgt in fünf Sparten. Die Hörer inskribieren als Diplom-Bürger, als Diplom-Gläubige, als Diplom-Konsumenten, als Diplom-Patienten oder als Diplom-Rezipienten. Ziel der Lehrveranstaltungen sind mündige Bürger, die sich weder als Kunden noch als Gläubige noch alsWähler oder Rezipienten oder Patienten ein X für ein U vormachen lassen.

Buchrezension von Günther Fritz Pünktlich zum 60. Geburtstag seiner Frau Andrea, der Manfred Schlapp sein neues Buch gewidmet hat, sind - so der Untertitel - «zeitgeschichtliche Reflexionen» erschienen, die wahre «eye-opener» sind.

Das Buch beginnt mit einer Kmdheitserinnerung des Autors: In denNachkriegsjahren verbrachte er, eine ausgebombte Halbwaise, mehrere Sommer in einem TirolerDorf, wo er alsKuhhirte diente. Sobald er im Morgengrauen die Kühe auf die Weide getrieben hatte, rannte er zur Dorfkü-che zurück und diente dem greisen Pfarrer bei der Frühmesse als Ministrant. Nachhaltig geprägt hat den Knaben der Seufzer «mea culpa, mea culpa», eine Selbstanklage, die kniend und gebeugten Hauptes aus tiefstem Herzen hervor gestossen wurde.

 

von Christopher Cardwell, dem Autor der «Reflections on the Revolution in Europe», stammt ein Statement, das den politischVerantwortlichen zu denken geben sollte: «E s ist sicher, dass Europa aus seiner Konfrontation mit dem Islam verändert hervorgehen wird. Aber es ist weniger sicher, dass sich der Islam als assimilierbar erweist!» Dass sich immigrierte Muslime ungern in die Gesellschaften ihrer Gastländer integrieren, monierte bereits vor Jahren der Islamwissenschafter Bassam Tibi in seinem Buch « Im SchattenAllahs – Der Islam und die Menschenrechte!»

Am heutigen Valentinstag, andem unser Fürst seinen 70. Geburtstag feiert, zu dem ich ihm auch von dieser Stelle aus von Herzen gratuliere und das Allerbeste wünsche, am heutigen Tagerscheint offiziell mein Buch «Islam heisst nicht Salam». Mit diesem Buch eröffnet nämlich der Zürcher Offizin-Verlag sein Frühjahrsprogramm.

Dass das Buch bereits zum Verkauf freigegeben wurde, hat Gründe, die reichlich Stoff für eine bitterböse Kabarettnummer böte. Wenn ich auf die vergangenen zwei Monate zurückblicke, dann überkommt mich ein kalter Schauder. Was ist geschehen?

Noch immer weit unterschätzt ist die kulturgeschichtliche Bedeutung des Handels. Zivile Händler und nicht mordende Soldaten haben Brücken zwischen denVölkern geschlagen und friedliche Ko ntakte mit den Repräsentanten fremderKulturen hergestellt. Im Begriff «Hande l» steckt dasWort «Hand», das sowohl an die Ursprünge des Tauschhandels erinnert, als auch an den Hands chlag des Händlers, der nicht selten aus fernen Ländern kam.

Zu Jahresbeginn ist im Zürcher Offizin-Verlag das hochaktuelle Buch «Islam heisst nicht Salam» erschienen, das der Philosoph und Publizist Manfred Schlapp verfasst hat. Ein Zwischenbericht über die «Streifzüge durch die muslimische Welt» mit Stimmen aus den Medien.

Das Buch, das sich der dritten Auflage nähert, hat im gesamten deutschen Sprachraum grosses Interesse gefunden. Dieses Interesse spiegelt sich auch in den zahlreichen Stimmen wider, die seit dem Erscheinen des Buches eingetroffen sind. Aus den vielen Stimmen seien sechs ausgewählt, drei aus den elektronischen Medien und drei aus den Leserzuschriften.

Die Jahre 70 und 135 markieren Wendepunkte in der jüdischen Geschichte. Gnadenlos schlugen Roms Legionäre die zwei Aufstände der Juden gegen die römische Vorherrschaft nieder. Jerusalem ging in Flammen auf, der Tempel lag in Trümmern und die Bevölkerung wurde in alle Himmelsrichtungen verjagt. Die Diaspora, die bereits unter Kaiser Titus einsetzte, sollte erst 1948 ihr Ende finden. Ein Teil der Juden floh nach Arabien, zumal nach Mekka und in die Stadt Yathrib nördlich von Mekka, die heute «Medina» (= Stadt) heisst. Über Jahrhunderte lebten dort Juden und Araber friedlich miteinander – unter Berufungauf Abraham, den sie als ihren gemeinsamen Stammvater verehr(t)en. Dann kam Mohammed, und der Frieden ging zu Ende!

Aufräumen mit Mythen

Jetzt, wo die Wutanfälle der Empörten abgeklungen sind, können wir die sachliche Diskussion über den Islam ja vielleicht wiederaufnehmen. Womit haben wir es beim Islam zu tun? Es wird Zeit, auf breiter Ebene über den Islam aufzuklären.

Von Andreas Thiel

Wer die Geschichte nicht durch den Panzerschlitz eines eurozentristischen Geschichtslehrers betrachtet, sondern aus einer Position, die das Abendland und das Morgenland als eine schicksalhaft vernetzte Einheit sieht, dem sticht das 13. Jahrhundert als eine epochale Zeit ins Auge– sowohl in wissenschaftlicher Hinsicht als auch aus weltpolitischer Sicht. Und nimmt man Orte ins Visier, dann ragt eine Stadt heraus, die damals alle anderen Städte an Kultur und Zivilisation überragt hat, nämlich: dieWeltstadt Bagdad.

<p><a href="/images/Manfred/download/weltwoche501572.pdf"><img src="/images/Manfred/images/Weltwoche501572.png" alt="" width="300" align="left" /></a></p>
<p>Die islamischen Paradiesvorstellungen beflügeln muslimische Extremisten, Nichtmuslime schütteln den Kopf: Woher kommt die Idee, dass im Himmel unbefleckte Schönheiten darauf warten, von Märtyrern beglückt zu werden?</p>
<p>Von Manfred Schlappl</p>

75jährig starb im Mai der Marokkaner Mohammed A bed al-Jabri, ein mutiger Mann, der in der islamischen Welt als einsamer Leuchtturm die Idealeer Aufklärung vertrat. In Anlehnung an Kants berühmte « Kritiken» verfasste er eine « Kritik der arabischen Vernunft » (naqd al-aql al-arab). In dieser « Kritik» thematisierte er drei geistige Haltungen, die aus seiner Sicht die arabische Denkweise charakterisieren.

Der dies schreibt, verbrachte in den Nachkriegsjahren als ausgebombte Halbwaise mehrere Sommer in einem abgelegenen Tiroler Dorf, wo er als Kuhhirte diente. In der Morgendämmerung trieb er die Kühe des Dorfes auf die Weide, dann eilte er zurück zur Frühmesse. In der Geborgenheit der kleinen Kirche fand er Zuflucht vor der brutalen Lebenswelt. Andächtig lauschte er dem Gemurmel des greisen Pfarrers, der einsam entrückt die Messe zelebrierte. Eines Morgens bat der Knabe den scheuen Geistlichen, ministrieren zu dürfen. In Windeseile lernte er die lateinischen Texte, die ein Ministrant beherrschen musste.

Von Manfred Schlappl

Mit der islamischen Welt kam Manfred Schlapp erstmals als 16jähriger Schüler in Berührung, als er in den Sommerferien mit einem Moped von Innsbruck aus in die Türkei ratterte. Beschämt darüber, dass er in der Instanbuler Hagia Sophia die in arabischen Lettern präsentierten Koran-Verse nicht zu entziffern vermochte, erlernte er autodidaktisch die arabische Schrift. Während der Studienzeit nahm er die Angebote der Arabistik wahr, mit dem Ziel, in die arabische Sprache und Kultur einzudringen. Wiederholt auch trampte er als Student durch die arabischen Länder, um vor Ort authentische Erfahrungen zu machen. Bis heute zehrt er von diesen Er-Fahrungen. Mit am tiefsten beeindruckt hat ihn die Gastfreundschaft, die er bei Beduinen erleben durfte. Nach dem Ausscheiden aus dem Schuldienst studierte er in Paris Koran-Arabisch und lernte, den Koran im Original zu lesen und den verschlüsselten Sinn uralter Metaphorik zu verstehen. Mehrfach wurde er zu Koran-Lesungen und Koran–Interpretationen in die Grande Mosquée de Paris eingeladen. In der Folge vertiefte er seine Koran- und Islam-Kenntnisse an der Berliner FU, wo man ihm nicht nur die Wege zum Potsdamer Corpus Coranicum ebnete, sondern auch einlud, an Symposien mit Koran-Experten aus Amerika, Israel und Persien teilzunehmen. Sowohl in Paris als auch in Berlin hatte er zudem reichlich Gelegenheit, die Islamisten-Szene kennen zu lernen. Zum Thema „Islamismus“ hielt er Gastvorlesungen in Berlin, Zürich und Innsbruck. Und es freut und ehrt ihn, zur Teilnahme an einem hochkarätigen Symposion auf Schloss Neuhardenberg bei Berlin eingeladen worden zu sein (25. - 28. März 2010).

Buchrezension von Günther Fritz Pünktlich zum 60. Geburtstag seiner Frau Andrea, der Manfred Schlapp sein neues Buch gewidmet hat, sind - so der Untertitel - «zeitgeschichtliche Reflexionen» erschienen, die wahre «eye-opener» sind.

Das Buch beginnt mit einer Kmdheitserinnerung des Autors: In denNachkriegsjahren verbrachte er, eine ausgebombte Halbwaise, mehrere Sommer in einem TirolerDorf, wo er alsKuhhirte diente. Sobald er im Morgengrauen die Kühe auf die Weide getrieben hatte, rannte er zur Dorfkü-che zurück und diente dem greisen Pfarrer bei der Frühmesse als Ministrant. Nachhaltig geprägt hat den Knaben der Seufzer «mea culpa, mea culpa», eine Selbstanklage, die kniend und gebeugten Hauptes aus tiefstem Herzen hervor gestossen wurde.

 

Seit Herbst 2003 wird im "Lichtensteiner Vaterland" im Rhythmus von zwei Wochen die philosophische Kolumne "Notabene" von Manfred Schlapp publiziert.

Die ersten 100 "Notabene" sind im Frank P. van Eck Verlag erschienen.