Publikationen als PDF

Diese Dokumente stehen als PDF Dokumente zur Verfügung und können durch Anklicken des Bildes herrunter geladen werden.

HANDEL UND WANDEL

Noch immer weit unterschätzt ist die kulturgeschichtliche Bedeutung des Handels. Zivile Händler und nicht mordende Soldaten haben Brücken zwischen denVölkern geschlagen und friedliche Ko ntakte mit den Repräsentanten fremderKulturen hergestellt. Im Begriff «Hande l» steckt dasWort «Hand», das sowohl an die Ursprünge des Tauschhandels erinnert, als auch an den Hands chlag des Händlers, der nicht selten aus fernen Ländern kam.


MEDINA

Die Jahre 70 und 135 markieren Wendepunkte in der jüdischen Geschichte. Gnadenlos schlugen Roms Legionäre die zwei Aufstände der Juden gegen die römische Vorherrschaft nieder. Jerusalem ging in Flammen auf, der Tempel lag in Trümmern und die Bevölkerung wurde in alle Himmelsrichtungen verjagt. Die Diaspora, die bereits unter Kaiser Titus einsetzte, sollte erst 1948 ihr Ende finden. Ein Teil der Juden floh nach Arabien, zumal nach Mekka und in die Stadt Yathrib nördlich von Mekka, die heute «Medina» (= Stadt) heisst. Über Jahrhunderte lebten dort Juden und Araber friedlich miteinander – unter Berufungauf Abraham, den sie als ihren gemeinsamen Stammvater verehr(t)en. Dann kam Mohammed, und der Frieden ging zu Ende!


HÜLAGÜ

Wer die Geschichte nicht durch den Panzerschlitz eines eurozentristischen Geschichtslehrers betrachtet, sondern aus einer Position, die das Abendland und das Morgenland als eine schicksalhaft vernetzte Einheit sieht, dem sticht das 13. Jahrhundert als eine epochale Zeit ins Auge– sowohl in wissenschaftlicher Hinsicht als auch aus weltpolitischer Sicht. Und nimmt man Orte ins Visier, dann ragt eine Stadt heraus, die damals alle anderen Städte an Kultur und Zivilisation überragt hat, nämlich: dieWeltstadt Bagdad.


SUFI

75jährig starb im Mai der Marokkaner Mohammed A bed al-Jabri, ein mutiger Mann, der in der islamischen Welt als einsamer Leuchtturm die Idealeer Aufklärung vertrat. In Anlehnung an Kants berühmte « Kritiken» verfasste er eine « Kritik der arabischen Vernunft » (naqd al-aql al-arab). In dieser « Kritik» thematisierte er drei geistige Haltungen, die aus seiner Sicht die arabische Denkweise charakterisieren.


Wahre Toleranz bedeutet Intoleranz gegen die Intoleranz

Mit der islamischen Welt kam Manfred Schlapp erstmals als 16jähriger Schüler in Berührung, als er in den Sommerferien mit einem Moped von Innsbruck aus in die Türkei ratterte. Beschämt darüber, dass er in der Instanbuler Hagia Sophia die in arabischen Lettern präsentierten Koran-Verse nicht zu entziffern vermochte, erlernte er autodidaktisch die arabische Schrift. Während der Studienzeit nahm er die Angebote der Arabistik wahr, mit dem Ziel, in die arabische Sprache und Kultur einzudringen. Wiederholt auch trampte er als Student durch die arabischen Länder, um vor Ort authentische Erfahrungen zu machen. Bis heute zehrt er von diesen Er-Fahrungen. Mit am tiefsten beeindruckt hat ihn die Gastfreundschaft, die er bei Beduinen erleben durfte. Nach dem Ausscheiden aus dem Schuldienst studierte er in Paris Koran-Arabisch und lernte, den Koran im Original zu lesen und den verschlüsselten Sinn uralter Metaphorik zu verstehen. Mehrfach wurde er zu Koran-Lesungen und Koran–Interpretationen in die Grande Mosquée de Paris eingeladen. In der Folge vertiefte er seine Koran- und Islam-Kenntnisse an der Berliner FU, wo man ihm nicht nur die Wege zum Potsdamer Corpus Coranicum ebnete, sondern auch einlud, an Symposien mit Koran-Experten aus Amerika, Israel und Persien teilzunehmen. Sowohl in Paris als auch in Berlin hatte er zudem reichlich Gelegenheit, die Islamisten-Szene kennen zu lernen. Zum Thema „Islamismus“ hielt er Gastvorlesungen in Berlin, Zürich und Innsbruck. Und es freut und ehrt ihn, zur Teilnahme an einem hochkarätigen Symposion auf Schloss Neuhardenberg bei Berlin eingeladen worden zu sein (25. - 28. März 2010).


Notabene - 100x einfach zum Nachdenken

Seit Herbst 2003 wird im "Lichtensteiner Vaterland" im Rhythmus von zwei Wochen die philosophische Kolumne "Notabene" von Manfred Schlapp publiziert.

Die ersten 100 "Notabene" sind im Frank P. van Eck Verlag erschienen.


Tödlicher Buchstabenglaube (2007)

Während in den Medien immer wieder von Gewalt und islamistischem Terror die Rede ist, proklamieren diverse Organisationen, darunter die „Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich“, auf ihrer Internetseite den Islam als friedliebende Religion, die Gewalt und Terror verurteilt. Bei ihren Stellungnahmen berufen sie sich auf den Koran. Was steht dort wirklich geschrieben? Der Philosoph, Psychologe und Philologe Dr. Manfred Schlapp hat sich mit diesen widersprüchlichen Aussagen auseinandergesetzt. Während seiner Koran-Arabisch-Studien stieß er auf teilweise erschreckende Ergebnisse – und die Erkenntnis, dass Europa den Arabern mehr zu verdanken hat, als vielen bewusst ist.


Ein Silvesterscherz lässt grüssen (2003)

Das vorliegende Buch reflektiert zwar verschiedene Stationen meines Lebens, es versteht sich aber vor allem als Dankeschön und Hommage an all jene, die mir ihre Freundschaft geschenkt und Gutes getan haben. Schmal, wie es ist, erhebt dieses Büchlein keinen Anspruch auf Vollständigkeit. „Ein Silvesterscherz lässt grüssen“ ist ein Kaleidoskop, in dem einige Lebensstationen aufleuchten. Das Büchlein versammelt Erinnerungsbilder, die exemplarisch Einblick geben sollen in ein durchaus bewegtes Leben.